KI Grundkurs – Prompting III (8:18 min.)

Hier ist eine Zusammenfassung zum Thema „Iteratives Prompt Engineering“, die speziell auf die Anforderungen und das Sprachniveau der 9. Klasse am Gymnasium zugeschnitten ist.

Meistere ChatGPT & Co.: Bessere Ergebnisse durch iteratives Prompting

Prompt Engineering ist die Kunst, einer KI (wie ChatGPT oder Gemini) genau die richtigen Anweisungen zu geben. Der wichtigste Ansatz dabei ist die iterative Verbesserung. Das bedeutet, dass man den ersten Entwurf nicht als finales Ergebnis sieht, sondern ihn Schritt für Schritt verfeinert – ähnlich wie ein Bildhauer, der aus einem groben Block langsam eine detailreiche Figur formt.

Die KI sollte dabei nicht als perfekte Suchmaschine, sondern als Partner betrachtet werden, mit dem man gemeinsam an einer Lösung arbeitet. Hier sind die sechs wichtigsten Techniken aus den Quellen:

1. Feedback-Loops nutzen

Anstatt frustriert aufzugeben, wenn die Antwort nicht passt, gibst du der KI gezieltes Feedback.

  • Beispiel: Wenn ein Text zu förmlich ist, sagst du: „Das ist ein guter Anfang, aber schreib es bitte lockerer und betone die App-Steuerung stärker“.

2. Schrittweises Detaillieren

Bei komplexen Themen (z. B. für ein Referat) solltest du die KI nicht sofort mit allem überfallen. Starte oberflächlich und tauche dann tiefer ein.

  • Vorgehen: Erst nach den Kategorien fragen (z. B. Erneuerbare Energien) und dann in den Folgefragen gezielt Details zu Unterpunkten wie Photovoltaik verlangen. So behältst du die Kontrolle und wirst nicht von Informationen erschlagen.

3. Gezielte Rückfragen stellen

Wenn die KI Fachbegriffe nutzt, die du nicht verstehst, oder vage bleibt, frage aktiv nach.

  • Tipp: Bitte die KI um Beispiele oder Analogien, um schwierige Konzepte (wie Finanzderivate) verständlich zu machen. Echtes Verständnis entsteht durch Klärung von Unklarheiten.

4. Zusammenfassen und Kombinieren

In langen Chats kann die KI den roten Faden verlieren. Nutze Zusammenfassungen als „Checkpoints“.

  • Nutzen: Du lässt die KI die bisherigen Ergebnisse zusammenfassen, um sicherzustellen, dass sie noch auf der richtigen Spur ist, bevor du neue Details hinzufügst.

5. Reframing (Anfragen neu formulieren)

Wenn die KI dich missversteht, liegt es oft an der Fragestellung. Ändere die Wortwahl oder den Fokus deiner Anfrage.

  • Strategie: Statt „Gib mir Ideen für ein Event“ (zu allgemein) fragst du nach „drei unkonventionellen Outdoor-Aktivitäten für 20 Personen, die wenig Vorbereitung brauchen“. Präzise „Leitplanken“ helfen der KI, deine Absicht besser zu verstehen.

6. Perspektivenwechsel

Du kannst die KI anweisen, eine bestimmte Rolle einzunehmen oder für eine bestimmte Zielgruppe zu schreiben.

  • Effekt: Ein medizinischer Sachverhalt klingt völlig anders, wenn die KI ihn aus der Sicht eines erfahrenen Arztes oder für einen Patienten ohne Vorwissen erklärt. Dies passt Tonfall und Komplexität perfekt an.

Fazit für deine Arbeit mit der KI

Sei nicht nur ein Fragesteller, sondern der Regisseur der Konversation. Durch aktives Steuern, Nachhaken und Verfeinern deiner Prompts wirst du deutlich präzisere und nützlichere Antworten erhalten, die dir im Schulalltag wirklich weiterhelfen.

Quelle: NotebookLM

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