KI Grundkurs – GenAi-Dreieck (11:02 min.)

Der folgende Text ist eine Zusammenfassung der bereitgestellten Quellen, die das YouTube-Video „Das ChatGPT-Basics-Tutorial: So wirst du vom Anfänger zum Pro“ transkribieren.


Die Quelle befasst sich mit den Grundlagen der Nutzung von generativer KI-Software. Das Ziel ist es, Nutzern zu zeigen, wie sie diese Tools (wie ChatGPT, Perplexity oder NotebookLM) richtig ansteuern, um den meisten anderen einen großen Schritt voraus zu sein. Es wird betont, dass selbst ein kostenloser, aber gut genutzter Account bessere Ergebnisse liefern kann als ein teurer, schlecht genutzter.

Das Geheimnis für hervorragende Ergebnisse liegt im Gen AI Dreieck. Dieses einfache Modell besteht aus drei Hauptpunkten, die sauber zusammenspielen müssen: Das Modell, Der Prompt und Der Kontext.

1. Das Modell

Obwohl viele Nutzer nur auf das neueste und größte KI-Modell schauen, ist das Verständnis der verschiedenen Apps und Systeme entscheidend. Der Sprecher unterscheidet die Anwendungen anhand ihrer Spezialisierung:

  • Perplexity: Spezialisiert auf die Suche und das Finden von Echtzeitdaten im Internet mit KI, wobei die Quellen transparent dargestellt werden. Es erlaubt die Nutzung verschiedener Modelle (wie Claude, GPT oder Grok) für die Suche.
  • NotebookLM (Google): Ist hervorragend darin, viele Dokumente oder Quellen (die der Nutzer hochlädt) sauber zu strukturieren und die Quellen wiederzugeben. Dies liegt an der guten Suchfunktionalität des zugrunde liegenden Modells Gemini.
  • ChatGPT: Ist extrem gut im Generieren von Inhalten. Die Modelle dahinter, wie GPT-4o, sind sehr gut in der schnellen, breiten, generellen Strukturierung, während die O1-Familie gut darin ist, Dinge in der Tiefe zu durchdenken. Allein bei ChatGPT gibt es sechs verschiedene Modelle.

Es wird empfohlen, die Tools in Kombination zu nutzen, beispielsweise Quellen mit Perplexity zu suchen, diese mit NotebookLM zu verarbeiten und die finalen Ergebnisse mit ChatGPT zusammenzuführen.

2. Der Prompt

Der Prompt ist der Befehl an das Modell in Klartext. Es ist keine Google-Suche; man spricht mit dem Modell. Man sollte jedoch wissen, dass jedes Wort zählt und zu unterschiedlichen Ergebnissen führen kann.

Der grundlegende Prompt (die Mutter aller Prompts) sollte strukturiert sein wie eine klare Aufgabenstellung an einen neuen Kollegen:

  1. Definieren der Rolle: „Du bist…“
  2. Definieren der Aufgabe: „Deine Aufgabe ist…“
  3. Festlegen der Regeln: Was soll getan werden und was soll nicht getan werden.

Obwohl es eine ganze Wissenschaft namens Prompt Engineering gibt, die sehr lange und komplexe Prompts beinhaltet, müssen Nutzer keine Experten werden. Die KI selbst kann dabei helfen, einen angefangenen Prompt zu verbessern, indem man sie auffordert: „Kannst du mir das bitte mal in einen guten prompt überarbeiten„. Oft führt das Hineinsprechen in das Telefon oder den Rechner zu reichhaltigeren Prompts als das Tippen, wobei Tippen für präzises Coden oder Engineering besser geeignet ist.

Agiere als [Rolle], und unterstütze mich bei [Ziel], indem du [Aufgabe] ausführst. Bitte erfülle [Format] und vermeide [Restriktionen]. Beginne mit [Verfahren]. Für dich zur Einordnung:[Kontext, Hintergründe und Informationen]

oder mit Markdown strukturiert:

# Rolle
Du bist mein Learchoachfür die Vorbereitung auf eine Bioarbeit
# Aufgabe
ERkläre mir die Fotosythese einfach und praktisch.
# Format
Erstelle eine Übersicht als Powerpoint-Präsentation.
# Restriktionen
Schlage Quellen ohne TikTok oder Instagram vor.
# Verfahren 
Gib mir Tipps für ein gutes Referat mit eigenen Ideen
# Kontext
Ich bin Schüler der 9. Klasse am  Gymnasium

3. Der Kontext

Der Kontext ist das Wissen, das die KI benötigt, um effektiv zu helfen; sie muss wissen, was Sie wollen, wer Sie sind und warum Sie es wollen.

Die technische Entwicklung hat dazu geführt, dass das Kontextfenster (der Text, der eingegeben werden kann, gemessen in Tokens) immer länger wird (bis zu 1-2 Millionen Tokens bei großen Gemini-Varianten). Viele Menschen nutzen diese Länge jedoch nicht aus.

Obwohl das Hochladen komplexer Dateien (wie PowerPoint oder Word) technisch anspruchsvoll ist, da die KI diese zerlegen und verstehen muss, ist dies heute schon möglich und wird stetig besser. Die Länge des Kontextfensters sollte genutzt werden, um sehr viel Material einzugeben (z. B. seitenweise Zusammenfassungen aus Studien), damit das Modell dieses durchdenken und komplexe Fragen (z. B. nach dem verbindenden Element aller Studien) beantworten kann. Die Beherrschung dieser Grundlage ist entscheidend, um zu wirklich guten Ergebnissen zu kommen.

Nach oben scrollen