1. HTML (HyperText Markup Language)
HTML ist die Basis des World Wide Web. Sie dient dazu, die Struktur und den Inhalt einer Webseite festzulegen. Mit HTML definierst du Überschriften, Absätze, Links, Listen und bettest Medien ein. In der aktuellen Version HTML5 kommen auch semantische Elemente wie <article>, <section> oder <nav> hinzu, die Maschinen helfen, den Aufbau der Seite besser zu verstehen.
2. XML (eXtensible Markup Language)
XML ist eine sehr flexible Sprache, die darauf ausgelegt ist, Daten hierarchisch zu strukturieren und für Menschen sowie Maschinen lesbar zu machen. Im Gegensatz zu HTML gibt XML keine festen Tags vor; du kannst eigene Tags definieren (z. B. <Schüler>, <Note>). XML wird häufig für Konfigurationsdateien, den Datenaustausch zwischen verschiedenen Systemen oder als Basis für andere Sprachen (wie SVG oder RSS) genutzt.
3. Markdown
Markdown ist eine leichtgewichtige Auszeichnungssprache mit einer sehr einfachen Syntax. Ihr Ziel ist es, dass der Quelltext bereits so lesbar wie möglich ist. Sie wird extrem häufig in der Softwareentwicklung (z. B. README-Dateien auf GitHub), in Dokumentationssystemen oder für Blogs verwendet. Ein einfaches # erzeugt eine Überschrift, während **Fett** Text hervorhebt.
4. LaTeX
LaTeX ist der Standard im wissenschaftlichen Bereich und im Satzwesen. Es handelt sich um eine sehr mächtige Sprache, die vor allem für den Satz komplexer Formeln, automatisierte Verzeichnisse und professionelle Layouts für Bücher oder Fachartikel genutzt wird. LaTeX trennt strikt zwischen dem logischen Inhalt und dem visuellen Format.
5. YAML (YAML Ain’t Markup Language)
Obwohl der Name scherzhaft behauptet, es sei keine Markup-Sprache, wird YAML oft als solche für die Serialisierung von Daten verwendet. YAML ist noch minimalistischer als XML und nutzt Einrückungen statt Klammern oder Tags. Es ist heute der Industriestandard für Konfigurationsdateien (z. B. in Docker, Kubernetes oder Ansible).
6. SVG (Scalable Vector Graphics)
SVG ist eine auf XML basierende Sprache zur Beschreibung von zweidimensionalen Vektorgrafiken. Da es sich um Text handelt, können SVGs direkt in HTML eingebettet, mit CSS gestaltet und mit JavaScript animiert werden. Ein großer Vorteil ist die verlustfreie Skalierbarkeit.
